Einen einheitlichen Standard für Handgepäck gibt es nicht. Die IATA empfiehlt zwar eine Größe von 55 × 35 × 20 cm, doch die meisten Fluggesellschaften legen eigene Maße fest. In der Praxis heißt das: Ein Koffer, der bei Lufthansa problemlos ins Gepäckfach passt, kann bei Ryanair das erlaubte Maß überschreiten, und ein Gepäckstück, das im EasyJet-Tarif FLEXI zulässig ist, ist im Tarif Standard womöglich nicht erlaubt. Der Tarif ist genauso entscheidend wie die Airline.
Die folgenden Regeln sind auf dem Stand von Oktober 2026. Gepäckbestimmungen ändern sich – manchmal saisonal, manchmal mit neuen Tarifstrukturen. Prüfen Sie die Angaben daher immer direkt bei der Fluggesellschaft, besonders auf Low-Cost-Strecken, wo strenger kontrolliert wird und Gebühren für zu große Gepäckstücke hoch ausfallen.
Handgepäck-Maße der wichtigsten europäischen Fluggesellschaften im Überblick
Die folgenden Einträge zeigen die Maße des Handgepäcks (Hauptgepäckstück im Gepäckfach), Gewichtsgrenzen, sofern angegeben, sowie die Regeln für persönliche Gegenstände. Alle Maße in Zentimetern: Höhe × Breite × Tiefe.
Netzwerk-Airlines
- Lufthansa 55 × 40 × 23 cm · 8 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 10 cm · In der Business Class sind bis zu zwei Handgepäckstücke erlaubt
- Swiss (SWISS) 55 × 40 × 23 cm · 8 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 10 cm · Gleiche Konzernregeln wie bei Lufthansa; konsequent kontrolliert
- Austrian Airlines 55 × 40 × 23 cm · 8 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 10 cm · Gepäckregeln wie in der Lufthansa Group
- Brussels Airlines 55 × 40 × 23 cm · 8 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 10 cm · Airline der Lufthansa Group – gleiche Freigrenzen
- Air France 55 × 35 × 25 cm · 12 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 15 cm · Großzügige Gewichtsgrenze; etwas schmaler als bei Lufthansa
- KLM 55 × 35 × 25 cm · 12 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 15 cm · Regeln von Air France-KLM; identische Freigrenzen bei beiden Airlines
- British Airways 56 × 45 × 25 cm · 23 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 15 cm · Eine der größeren Handgepäck-Freigrenzen in Europa, mit großzügiger Gewichtsgrenze
- Iberia 56 × 40 × 25 cm · 10 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 15 cm · IAG-Gruppe; 5 cm schmaler als bei British Airways
- SAS Scandinavian 55 × 40 × 23 cm · 8 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 15 cm · Im Tarif Economy Light nur persönlicher Gegenstand erlaubt
- Finnair 55 × 40 × 23 cm · 8 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 15 cm · Im Light-Tarif nur persönlicher Gegenstand, kein Handgepäckstück
- Turkish Airlines 55 × 40 × 23 cm · 8 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 15 cm · Gilt für die meisten Economy-Tarife
- TAP Air Portugal 55 × 40 × 25 cm · 10 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 15 cm (2 kg) · Handgepäck in allen Tarifen enthalten, auch im Discount-Tarif
Low-Cost- und Hybrid-Airlines
- Ryanair 40 × 30 × 20 cm (kleine Tasche, kostenlos) / 55 × 40 × 20 cm (großes Gepäckstück, Priority erforderlich) · 10 kg (großes Gepäckstück) · Persönlicher Gegenstand: in der kleinen Tasche enthalten · Die strengsten Regeln unter den großen Airlines. Für das große Gepäckstück im Gepäckfach brauchen Sie Priority Boarding oder einen Plus- bzw. Family-Plus-Tarif. Ohne Priority ist nur die Tasche mit 40 × 30 × 20 cm unter dem Sitz erlaubt.
- EasyJet 56 × 45 × 25 cm · 15 kg · Persönlicher Gegenstand: bis 45 × 36 × 20 cm · In den Tarifen Standard und FLEXI ist das Gepäckfach inklusive. Im günstigsten Tarif Essential nur persönlicher Gegenstand unter dem Sitz. Auf stark ausgelasteten Strecken wird am Gate kontrolliert.
- Wizz Air 40 × 30 × 20 cm (kostenlos) / 55 × 40 × 23 cm (WIZZPRIORITY oder Plus erforderlich) · 10 kg · Persönlicher Gegenstand: in der kostenlosen Freigrenze enthalten · Ähnlich aufgebaut wie bei Ryanair. Ohne WIZZPRIORITY ist nur die Tasche mit 40 × 30 × 20 cm garantiert. Für das Gepäckfach brauchen Sie ein Tarif-Upgrade oder eine Zusatzoption.
- Eurowings 55 × 40 × 23 cm · 8 kg · Persönlicher Gegenstand: nicht separat angegeben · Im Tarif BASIC ist Handgepäck eventuell eingeschränkt. Ab SMART gilt die volle Freigrenze. Gehört zur Lufthansa Group, hat aber eigene Tarifregeln.
- Vueling 55 × 40 × 20 cm · 10 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 20 cm · IAG-Airline. In Optima-Tarifen ist Handgepäck im Gepäckfach enthalten, in Basic-Tarifen nicht.
- Norwegian 55 × 40 × 23 cm · 10 kg (zusammen mit persönlichem Gegenstand) · Persönlicher Gegenstand: 38 × 30 × 20 cm · LowFare: nur persönlicher Gegenstand unter dem Sitz. LowFare+ und Flex mit Handgepäck.
- Transavia 55 × 35 × 25 cm · 10 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 20 cm · Tochter von Air France. Basic-Tarife nur mit persönlichem Gegenstand.
- Jet2 56 × 45 × 25 cm · 10 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 20 cm · Eine der großzügigsten Freigrenzen unter den Low-Cost-Airlines.
- Volotea 55 × 40 × 20 cm · 10 kg · Persönlicher Gegenstand: 40 × 30 × 20 cm · In Basic-Tarifen kann Handgepäck kostenpflichtig sein. Prüfen Sie das bei der Buchung.
Langstrecken- und Interkontinental-Airlines (ab Europa)
- Emirates 55 × 38 × 22 cm · 7 kg · Persönlicher Gegenstand: in der Freigrenze enthalten · Streng kontrolliert; Gewicht wird auf manchen Strecken beim Check-in geprüft
- Qatar Airways 50 × 37 × 25 cm · 7 kg · Persönlicher Gegenstand: in der Freigrenze enthalten · Eines der kleineren Handgepäckmaße unter den großen Langstrecken-Airlines
- Singapore Airlines 115 cm gesamt (Höhe + Breite + Tiefe) · 7 kg · Persönlicher Gegenstand: in der Freigrenze enthalten · Großzügigere Freigrenzen in First und Business Class
- Delta (ab Europa) 56 × 35 × 23 cm · keine Angabe · Persönlicher Gegenstand: 45 × 35 × 20 cm · Gepäckfach in allen Tarifen ab Europa enthalten
- United (ab Europa) 56 × 35 × 22 cm · keine Angabe · Persönlicher Gegenstand: 45 × 35 × 20 cm · Basic Economy kann die Nutzung des Gepäckfachs einschränken – prüfen Sie das bei der Buchung
- American Airlines (ab Europa) 56 × 36 × 23 cm · keine Angabe · Persönlicher Gegenstand: 45 × 35 × 20 cm · Basic Economy auf Transatlantikstrecken: nur persönlicher Gegenstand
So messen Sie Ihr Gepäck richtig
Die Maße der Airlines schließen alle Überstände ein – Rollen, Griffe, Füße und Außentaschen. Wer nur die Schale misst, unterschätzt die tatsächliche Außengröße bei den meisten Hartschalenkoffern um 2–4 cm. Messen Sie mit einem Maßband jeweils an der breitesten Stelle: die Höhe vom Boden bis zur Oberkante bei eingefahrenem Griff, die Breite an der breitesten Außenstelle und die Tiefe inklusive Wölbungen und Füßen.
Die meisten Airlines nutzen auf stark frequentierten Strecken eine Messbox am Gate. Passt das Gepäckstück hinein, darf es mit. Passt es nicht, folgen die Konsequenzen sofort: Bei Low-Cost-Airlines kostet das Aufgeben am Gate meist 30–60 € – vorausgesetzt, das Gepäck wird nicht ohnehin ungefragt in den Frachtraum umgeleitet. Entscheidend ist die Messbox, nicht die angegebenen Maße.
Eine hilfreiche Faustregel: Liegt ein Gepäckstück in einer Dimension weniger als 2–3 cm unter dem Limit, gilt es als Grenzfall. Prüfen Sie dann, ob auf Ihrer Strecke eine Messbox genutzt wird. Auf Ryanair-Strecken ab Stansted, Dublin oder Charleroi ist das durchgehend der Fall. Auf Lufthansa-Strecken ab Frankfurt oder München wird lockerer kontrolliert, aber nicht gar nicht.
Die Frage nach dem Gewicht
Mehr Airlines legen Gewichtsgrenzen für Handgepäck fest, als die meisten Reisenden denken – setzen sie aber seltener durch. Lufthansa, Swiss, Austrian und Turkish geben 8 kg an. Air France und KLM erlauben 12 kg. Auch Low-Cost-Airlines nennen Grenzen – 10 kg bei Ryanair, Wizz Air und Jet2, 15 kg bei EasyJet –, wiegen am Gate aber selten und konzentrieren sich auf die Maße.
Aktiv kontrolliert wird vor allem bei Netzwerk-Airlines: Die Airlines der Lufthansa Group wiegen Handgepäck auf manchen Strecken beim Check-in, besonders ab Frankfurt und München bei vollen Business-Flügen am Morgen. Turkish Airlines kontrolliert auf den meisten Strecken beim Check-in. Emirates und Qatar setzen die 7-kg-Grenze bemerkenswert konsequent durch.
Das Fazit: Bei Ryanair, EasyJet oder Wizz Air ist das Gewicht selten das Problem. Bei Lufthansa, Swiss oder Emirates sind 8 kg auf manchen Strecken eine echte Grenze. Packen Sie entsprechend, wenn Sie innerhalb einer Woche mit unterschiedlichen Airline-Typen reisen.
Welche Horizn Koffer zu welcher Airline passen
H5 Essential und H5 Pro (beide 55 × 40 × 20 cm, 2,9 kg) passen in die Freigrenzen der allermeisten europäischen Airlines: Lufthansa Group, Air France-KLM, SAS, Finnair, Turkish, TAP, EasyJet und die meisten IAG-Airlines, darunter British Airways und Iberia. Mit 20 cm Tiefe bleiben sie deutlich unter den engeren Tiefenlimits, an denen manche Koffer überraschend scheitern.
M5 Pro und M5 Essential (beide 55 × 40 × 23 cm, 3,4–3,5 kg) sind für das Laptopfach mit Frontzugang 3 cm tiefer. Damit passen sie weiterhin bei Lufthansa (23 cm), Swiss (23 cm), Eurowings (23 cm), EasyJet (25 cm) und British Airways (25 cm). Das große Gepäckstück bei Ryanair (55 × 40 × 20 cm) überschreiten sie um 3 cm in der Tiefe. Manche Reisende berichten, dass der M5 trotzdem in die Messbox passt – garantiert ist das nicht. Für Ryanair ist die H5-Linie die sicherere Wahl.
Der H5 Air (55 × 37 × 20 cm, 2,1 kg) ist bei den Maßen die sicherste Option. Mit 37 statt 40 cm Breite bietet er den größten Spielraum bei Airlines, die die Breite streng kontrollieren, und mit 2,1 kg Leergewicht bleibt auf Strecken mit kombinierter Gewichtsgrenze spürbar Kapazität. Wer bei Ryanair oder Wizz Air mit Priority Boarding fliegt, ist mit dem H5 Air beim großen Gepäckstück am zuverlässigsten unterwegs.
Persönliche Gegenstände: die zweite Freigrenze, die viele Reisende unterschätzen
Fast jede Airline erlaubt zusätzlich zum Handgepäck einen persönlichen Gegenstand – meist eine Handtasche, Laptoptasche oder einen kleinen Rucksack, der unter den Vordersitz passen muss. Die Maße variieren: 40 × 30 × 10 cm bei Lufthansa, 45 × 36 × 20 cm bei EasyJet, 40 × 30 × 15 cm bei Air France. Bei Ryanair ist der persönliche Gegenstand die kostenlose Tasche mit 40 × 30 × 20 cm – eine separate Freigrenze gibt es nicht.
Wer den persönlichen Gegenstand nutzt, verdoppelt praktisch das Packvolumen in der Kabine – ohne Zusatzkosten. Eine Laptoptasche, der Gion Backpack Pro (31 × 46 × 16 cm, 750 g) oder die Gion Briefcase (41 × 29 × 9 cm, 1 kg) passen bequem in die meisten europäischen Freigrenzen für persönliche Gegenstände und fassen einen 16-Zoll-Laptop, Dokumente und alles für den Tag. Der Koffer übernimmt dann Kleidung und größere Teile, ohne um Platz zu konkurrieren.
Was passiert, wenn Ihr Gepäck die Kontrolle nicht besteht
Fällt ein Handgepäckstück bei der Kontrolle von Maßen oder Gewicht durch, wird es in der Regel am Gate aufgegeben. Bei Ryanair kostet das derzeit je nach Strecke und Zeitpunkt 50–70 €, bei EasyJet 45–65 €. Bei Vueling und Transavia ist es ähnlich. Die Gebühren werden sofort fällig und lassen sich am Gate nicht anfechten.
Zusätzlich zur Gebühr reist das Gepäck dann als normales Aufgabegepäck im Frachtraum – bei vollem Flugzeug kommt es womöglich nicht mit demselben Flug an und unterliegt demselben Risiko wie jedes aufgegebene Gepäckstück. Laut SITA Baggage Report 2025 lag diese Quote 2024 bei 6,3 Gepäckstücken pro 1.000 Reisende. Das lässt sich lösen, ist aber ärgerlich, wenn eine Geschäftsreise schon am Gate holprig beginnt.
Am einfachsten vermeiden Sie das so: Messen Sie Ihr Gepäck vor der Abreise von außen, inklusive Rollen und Griffe. Ist es knapp, packen Sie leichter, um im Gewichtslimit zu bleiben, und überlegen Sie, ob sich Priority Boarding oder ein Tarif-Upgrade gegenüber dem Risiko einer Gate-Gebühr lohnt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Handgepäckgröße gilt 2026 bei europäischen Airlines?
Einen einheitlichen Standard gibt es nicht. Die IATA empfiehlt 55 × 35 × 20 cm, doch die meisten Airlines legen eigene Regeln fest. Am häufigsten gilt bei Netzwerk-Airlines wie der Lufthansa Group, SAS, Finnair und Turkish 55 × 40 × 23 cm bei 8 kg. EasyJet erlaubt 56 × 45 × 25 cm. Bei Ryanair ohne Priority sind es 40 × 30 × 20 cm unter dem Sitz. Prüfen Sie immer Ihren konkreten Tarif.
Hängt die Handgepäckgröße bei derselben Airline vom Tarif ab?
Ja, deutlich. Im Basistarif von Ryanair ist nur eine Tasche mit 40 × 30 × 20 cm unter dem Sitz erlaubt; für das größere Gepäckstück mit 55 × 40 × 20 cm im Gepäckfach brauchen Sie Priority Boarding oder einen Plus-Tarif. Im Essential-Tarif von EasyJet ist nur ein persönlicher Gegenstand unter dem Sitz erlaubt. Die Light-Tarife von SAS und Finnair enthalten gar kein Handgepäckstück. Wer nur mit Handgepäck reisen möchte, sollte auf den Tarif genauso achten wie auf die Airline.
Kontrollieren Airlines das Gewicht des Handgepäcks?
Teilweise. Lufthansa, Swiss, Austrian, Turkish, Emirates und Qatar wiegen Handgepäck auf manchen Strecken – besonders bei vollen Morgenflügen ab Frankfurt, München, Istanbul und Dubai. Ryanair, EasyJet, Wizz Air und die meisten anderen Low-Cost-Airlines nennen Grenzen von 10–15 kg, wiegen aber selten und konzentrieren sich auf die Maße an der Messbox. Wenn Sie mit verschiedenen Airline-Typen reisen, planen Sie nach dem strengeren Standard.
Was erlaubt Ryanair 2026 beim Handgepäck?
Ohne Priority Boarding: eine Tasche mit 40 × 30 × 20 cm, nur unter dem Sitz. Mit Priority Boarding oder einem Plus- bzw. Family-Plus-Tarif: ein Gepäckstück mit 55 × 40 × 20 cm (bis 10 kg) im Gepäckfach plus eine Tasche mit 40 × 30 × 20 cm unter dem Sitz. Ryanair hat die strengsten Regeln unter den großen europäischen Airlines und kontrolliert die Maße auf den meisten Strecken mit Messboxen. Ohne Priority überschreitet auch der H5 Air mit 55 × 37 × 20 cm die kostenlose Freigrenze – Sie brauchen dann Priority Boarding oder ein Tarif-Upgrade.
Welche Horizn Koffer passen in die Ryanair-Freigrenze?
Mit Priority Boarding oder einem Plus-Tarif passen H5 Essential, H5 Pro und H5 Air in die Freigrenze für das große Gepäckstück (55 × 40 × 20 cm). M5 Pro und M5 Essential mit 55 × 40 × 23 cm überschreiten das Limit um 3 cm in der Tiefe – viele Reisende berichten zwar, dass der M5 in die Messbox passt, Horizn kann das aber nicht garantieren. Für sichere Ryanair-Konformität ist die H5-Linie die bessere Wahl. Ohne Priority passt keiner der Horizn Kabinenkoffer in die kostenlose Freigrenze von 40 × 30 × 20 cm.
Zählen Rollen und Griffe zu den Maßen?
Ja. Die Maße der Airlines gelten für die gesamte Außengröße inklusive Rollen, Füßen, eingefahrenen Griffen sowie Außentaschen und anderen Überständen. Wer nur die Schale misst, unterschätzt die tatsächliche Größe meist um 2–4 cm. Messen Sie immer an der äußersten Stelle jeder Dimension.
Was ist ein persönlicher Gegenstand und wie unterscheidet er sich vom Handgepäck?
Ein persönlicher Gegenstand ist ein zweites, kleineres Gepäckstück – meist eine Handtasche, Laptoptasche oder ein kleiner Rucksack –, das unter den Vordersitz passen muss. Die meisten europäischen Airlines erlauben ihn zusätzlich zum Handgepäck. Die Maße variieren: 40 × 30 × 10 cm bei Lufthansa, 45 × 36 × 20 cm bei EasyJet, 40 × 30 × 15 cm bei Air France. Ryanair erlaubt keinen separaten persönlichen Gegenstand – die kostenlose kleine Tasche erfüllt beide Funktionen.
Was passiert, wenn mein Handgepäck nicht in die Messbox passt?
Das Gepäck wird am Gate aufgegeben und im Frachtraum transportiert. Bei Ryanair kostet das derzeit 50–70 €, bei EasyJet 45–65 €; andere Low-Cost-Airlines liegen ähnlich. Das Gepäckstück reist dann als normales Aufgabegepäck und kommt in seltenen Fällen nicht mit demselben Flug an. Auf Geschäftsreisen lohnt es sich, das zu vermeiden – am zuverlässigsten, indem Sie vor der Abreise von außen messen, inklusive Rollen und Griffe.
Darf ich einen Laptop im Handgepäck mitnehmen?
Ja. Laptops sind auf allen Linienflügen in Europa und auf den meisten internationalen Strecken im Handgepäck erlaubt. An der Sicherheitskontrolle an EU-Flughäfen und großen internationalen Drehkreuzen müssen Sie den Laptop meist herausnehmen und in eine separate Wanne legen. Das Frontfach von M5 Pro und M5 Essential ist genau dafür gemacht – der Laptop ist mit einem Griff draußen, ohne den Koffer zu öffnen.
Wie oft ändern sich die Handgepäckregeln?
Öfter, als die meisten Reisenden erwarten. Besonders Low-Cost-Airlines passen ihre Tarifstrukturen – und damit die Handgepäckregeln – mehrmals im Jahr an. Ryanair, EasyJet und Wizz Air haben ihre Gepäckregeln seit 2020 jeweils mehrfach umgestellt. Dieser Ratgeber ist auf dem Stand von Oktober 2026 und wird jährlich aktualisiert. Am sichersten ist es dennoch, die Regeln vor der Buchung direkt bei der Airline zu prüfen.